
Draußen ist es kalt, drinnen läuft die Heizung – und trotzdem fühlt sich die Luft oft stickig, trocken oder sogar muffig an. Viele fragen sich im Winter:
Soll ich jetzt wirklich lüften? Verliere ich nicht die ganze Wärme?
Die kurze Antwort: Ja, lüften ist gerade im Winter wichtig – wenn man es richtig macht.
Warum richtiges Lüften im Winter so wichtig ist
Im Winter verbringen wir deutlich mehr Zeit in geschlossenen Räumen. Dabei entsteht ständig Feuchtigkeit:
Ein Vier-Personen-Haushalt zum Beispiel produziert täglich bis zu 10 Liter Wasser – und die landen in der Raumluft. Wird diese Feuchtigkeit nicht regelmäßig nach draußen gelüftet, passiert Folgendes:
Warum beschlagen Fenster im Winter?
Beschlagene Fenster sind ein klares Warnsignal.
So entsteht das Problem:
Das ist derselbe Effekt wie bei einer kalten Getränkeflasche im Sommer.
Wichtig:
Bleibt das Wasser länger stehen, kann es:
Warum entsteht Schimmel in der Wohnung?
Schimmel braucht im Grunde nur zwei Dinge:
Warme Luft kann viel Feuchtigkeit aufnehmen. Trifft diese warme, feuchte Raumluft auf eine kalte Wand oder Ecke, kühlt sie dort ab – und gibt Wasser ab.
Dieses Wasser setzt sich zunächst unsichtbar in der Wandoberfläche ab.
Bleibt die Fläche länger feucht, entsteht ein ideales Umfeld für Schimmelpilze.
Besonders gefährdet sind:
Im Winter passiert das schneller, weil der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen groß ist.
Der größte Fehler im Winter: Fenster dauerhaft kippen
Viele machen es aus Gewohnheit: Fenster auf Kipp – den ganzen Tag.
Das Problem daran ist:
Warum kühlen Wände aus, wenn Fenster dauerhaft gekippt sind?
Bei gekippten Fenstern strömt kalte Außenluft ständig in den Raum.
Diese Luft kühlt nicht nur die Raumluft, sondern vor allem:
Das ist entscheidend:
Wände speichern Wärme.
Wenn sie auskühlen, dauert es lange, bis sie wieder warm werden – selbst wenn die Heizung läuft.
Das Ergebnis:
Kurz gesagt:
Kippen kühlt die Bausubstanz aus – Stoßlüften nicht.
Gekippte Fenster sind im Winter also eher ineffizient und teuer.
Die beste Lösung: Stoßlüften – kurz, kräftig, effektiv
So lüften Sie richtig:
Was passiert dabei?
Kalte Winterluft enthält wenig Feuchtigkeit – sie ist perfekt zum Entfeuchten.
Lüften gegen Schimmel: Darauf sollten Sie besonders achten
Schimmel entsteht dort, wo feuchte Luft auf kalte Oberflächen trifft, beispielsweise an Außenwänden, Fenstern und Raumecken.
Wissenswerte Tipps, um Schimmel zu vermeiden:
Ein günstiges Hygrometer kann hier Wunder wirken.
Lüften für mehr Wohlbefinden und bessere Gesundheit
Gute Luft merkt man nicht – schlechte Luft dafür umso mehr.
Richtiges Lüften sorgt für:
Gerade im Homeoffice oder Kinderzimmer ist das entscheidend.
Energiesparend lüften: So bleibt die Heizrechnung im Griff
Viele haben Angst, beim Lüften Geld „aus dem Fenster zu werfen“.
Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall:
Dauerhaft gekippte Fenster = hohe Heizkosten
Kurzes Stoßlüften = minimale Wärmeverluste
Extra-Spar-Tipp:
Während des Lüftens die Heizkörper kurz runterdrehen – danach wieder aufdrehen.
Zusammengefasst: Die goldenen Lüftungsregeln im Winter
Fazit: Frische Luft ist kein Luxus – sondern notwendig
Richtiges Lüften im Winter schützt nicht nur vor Schimmel, sondern sorgt für:
Es braucht kein technisches Wissen – nur die richtige Routine. Wer bewusst lüftet, wohnt gesünder, spart Energie und fühlt sich einfach wohler.